25.10.2017

Noch einmal Aufstiegsspiele zum Abschied?

Hosenfelds Rekordspieler Steffen Göhringer denkt ans Laufbahnende

Steffen Göhringer und die Spvgg. Hosenfeld spielen eine klasse Saison. Foto: Charlie Rolff

Steffen Göhringer ist ein Fußballspieler jener Zunft, die es leider nur noch selten gibt. Seit fast 30 Jahren spielt der Verteidiger ununterbrochen bei der Spvgg. Hosenfeld, seit vergangenem Sonntag hat er sich auch endgültig in der Vereinschronik verewigt. Mit 430 Einsätzen ist der 35-Jährige inzwischen Rekordspieler der Sportvereinigung.

"Das bedeutet mir schon viel. Es macht einen ziemlich stolz", sagt Göhringer, der mit sechs Jahren das Fußballspielen in Hosenfeld angefangen hat und seinem Club seitdem treu geblieben ist. "Ich habe auch nie die Absicht gehabt, zu wechseln. Aber es wird wahrscheinlich meine letzte Saison sein." Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Der zweifache Familienvater will nicht mehr jeden Sonntag am Sportplatz verbringen, sondern auch die anderen schönen Dinge des Lebens genießen.

Dass Göhringer ausgerechnet in seinem voraussichtlich letzten Jahr sein sportlich erfolgreichstes erlebt, kommt für den 35-Jährigen gar nicht so unerwartet: "Wir haben ja super Spieler dazubekommen. Einen Platz ganz oben hätten wir vielleicht nicht erwartet, aber eine Platzierung zwischen Rang drei und sechs habe ich uns schon zugetraut", betont Göhringer, der sich gut vorstellen kann, die aktuelle Spitzenposition noch eine Weile beizubehalten. "Wenn wir ohne Verletzungen auskommen kann ich mir das gut vorstellen. Im Moment passt einfach alles. Ob wir ganz da oben hingehören, weiß ich nicht, aber das werden wir auch im nächsten Spiel sehen."

Am Sonntag kommt es nämlich zum Topspiel beim Tabellendritten Eichenzell, mit einem Einsatz würde Göhringer Bürgermeister Peter Malolepszy ablösen und alleiniger Rekordspieler werden: "Alle sind heiß, ich freue mich genauso drauf. Das wird ein heißer Fight, Eichenzell hat eine beeindruckende Serie. Aber jede Serie reißt irgendwann", weiß der Defensivspieler, der zwischen der Gruppenliga und A-Liga schon alles in Hosenfeld miterlebt hat. "Vielleicht könnte ich noch einmal Relegation spielen und dann aufhören, wer weiß?" Platz zwei am Saisonende, der zu den Aufstiegsspielen berechtigen würde, scheint in der aktuellen Situation jedenfalls alles andere als unmöglich.

Autor: Steffen Kollmann

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