18.08.2017

"Mussten überlegen, wie der Sieges-Schlachtruf geht"

A-Ligen: Boris Loch bislang absolut zufrieden

Boris Loch hat im Sommer Wartenberg/Salzschlirf übernommen.

Nur ganz im Norden ist für dieses Wochenende kein Doppelspieltag anberaumt – somit ist das A-Liga-Programm pickepackevoll und es bietet zahlreiche interessante Begegnungen.

A-Liga Hersfeld-Rotenburg:

Einen echten Raketenstart in die noch junge Serie konnte die SG Sorga/Kathus hinlegen, die neun Punkte aus drei Spielen holen konnte. Doch Vorsicht: Der Gegner am Sonntag um 16.30 Uhr, ESV Weiterode II, hat sein bislang einziges Spiel beim Vorjahresvize gewonnen. Allerdings ist Mühlbach/Raboldshausen in dieser Saison nach dem Abgang von Torjäger Florian Hemel und zahlreichen Langzeitverletzten auch nicht unbedingt eine ganz so dominante Rolle zuzutrauen – das Gegenteil kann die Elf um Trainer Ronald "Bommel" Braun im Heimspiel gegen die SG Gudegrund/Konnefeld am Sonntag (15 Uhr) beweisen. Eröffnet wird der Spieltag bereits heute Abend, die SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz, ebenfalls mit einem perfekten Saisonstart ausgestattet, reist zur Zweitvertretung der SG Hessen/Spvvg. Hersfeld in den Jahnpark – und ist dabei klarer Favorit. Anstoß ist um 19 Uhr.

A-Liga Hünfeld-Hersfeld:

Gleich 15 Spiele gehen heute und am Sonntag über die Bühne – und drei Teams stehen schon in gewisser Weise unter Druck. Praforst, Nüsttal und Heringen konnten aus zwei Spielen noch keinen Punkt holen. Für Nüsttal kommt es dabei auch noch knüppeldick, denn Herfa, wo es heute (19 Uhr) hingehen wird, gilt auf dem kleinen Platz als extrem heimstark und Rasdorf, das am Sonntag (15 Uhr) in Hofaschenbach gastieren wird, zählt zumindest zum erweiterten Favoritenkreis. Will Praforst am Montag nicht ohne Punkt dastehen, hilft nur ein Erfolgserlebnis heute (19 Uhr) zu Hause gegen Ufhausen, da die Elf von Christian Quanz das Duell am Sonntag gegen Kirchhasel in den September verlegt hat. Bleibt die FSG Heringen, die heute (18.30 Uhr) Mackenzell empfängt und am Sonntag freihat.

A-Liga Fulda-Lauterbach:

Einen Start nach Maß haben die Kreisoberliga-Absteiger FSG Wartenberg/Salzschlirf und TSV Ilbeshausen hingelegt, die nach zwei Spieltagen bereits wieder an der Spitze der A-Liga thronen. Und Wartenberg/Salzschlirf ist sogar noch ohne Gegentor, empfängt heute (19 Uhr) die FSG Lautertal und am Sonntag (15 Uhr) Kleinlüder/Hainzell jeweils in Landenhausen: "Der Start war natürlich vielsprechend, allerdings waren die Gegner sicherlich nicht die stärksten, auf die wir in dieser Saison treffen", weiß der neue Coach Boris Loch, der mit seinem Einstand hochzufrieden ist, gerade der erste Sieg nach einem Kreisoberliga-Jahr zum Vergessen hat Kräfte freigesetzt: "Für den Kopf war das ganz wichtig. Die Jungs mussten erst einmal überlegen, wie denn ihr Schlachtruf überhaupt noch geht", erklärt Loch mit einem breiten Grinsen. Letztlich wolle man diese beiden Heimspiele nutzen, um sich für das Topspiel in Ilbeshausen eine hervorragende Ausgangsposition zu verschaffen, allerdings ist Loch gerade vor Kleinlüder/Hainzell gewarnt. Ilbeshausen darf hingegen heute Kräfte schonen und gastiert am Sonntag (15 Uhr) in Giesel.

A-Liga Fulda-Rhön:

Für den so souveränen B-Liga-Meister ist der Start in die neue Klasse kräftig daneben gegangen: Mit 1:5 bekam die SG Hettenhausen bei Ehrenbergs Gruppenliga-Reserve die Grenzen aufgezeigt. Nun gilt es für Trainer Marko Novakovic an den richtigen Hebeln anzusetzen, denn in den Heimspielen heute (19 Uhr) gegen Rönshausen und am Sonntag (15 Uhr) sollten erste Punkte aufs Konto wandern. Doch Vorsicht: Gerade Büchenberg hat einen astreinen Saisonstart hingelegt und Rönshausen spielte bis vor drei Monaten noch zwei Klassen höher. Aufgezeigt bekam die Grenzen auch schon der zweite Aufsteiger, die FSG Dipperz/Dirlos II unterlag Schmalnau zum Start mit 1:7 und reist heute (19 Uhr) zum absoluten Topfavoriten RSV Margretenhaun. Da kann die Aufstiegseuphorie bei der ganz jungen Mannschaft auch schon ganz schnell verflogen sein.

A-Liga Fulda:

Zwei Spiele, sechs Punkte und 11:1 Tore – dass der SG Maberzell/Gläserzell solch ein Traumstart gelingen könnte, hätte die Mannschaft nach einer eher schleppenden Vorbereitung wohl selbst nicht erwarten können, zumal es in den Vorjahren nur gegen den Abstieg ging. Und auch der heutige Gegner scheint machbar, die Reserve des TSV Bachrain gastiert um 19 Uhr in Maberzell. Am Sonntag kann das Team von Carlo Sauerbier dann die Beine hochlegen oder aber vielleicht ein paar Gegner beobachten, so dürfte beispielsweise Niesig im Heimspiel um 15 Uhr gegen Marbach Morgenluft wittern. Die SGM ist punktetechnisch alles andere als berauschend aus den Startlöchern gekommen.

A-Liga Schlüchtern:

Distelrasen (9 Punkte), Niederzell und Marborn (jeweils 6 Punkte) sind im Süden noch verlustpunktfrei. Besonders Niederzell überrascht mit prächtigem Offensivfußball, hat sich die zwei Siege redlich verdient und sollte – mindestens – eine ganz und gar sorgenfreie Saison verleben dürfen. Nach dem deutlichen 4:1 Erfolg gegen Absteiger Buchonia Flieden II geht es für den Aufsteiger nun mit zwei Heimspielen weiter: Heute (19 Uhr) gegen Veitsteinbach und am Sonntag gegen Vollmerz. Flieden II darf hingegen heute schon einmal die SG Altengronau/Jossa (19.30 Uhr; gegen Weichersbach) unter die Lupe nehmen, bevor diese am Sonntag (17 Uhr) in Flieden gastiert.

Autor: Johannes Götze

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