17.11.2017

Mit alten und neuen Gesichtern zum Klassenerhalt

KOL Süd: Marco Link im Interview

Marco Link war vor gut drei Wochen noch Trainer bei der SG Schlüchtern/Elm. Foto: Charlie Rolff

Keine drei Wochen nach seiner Entlassung bei Gruppenligist SG Schlüchtern/Elm hat sich Marco Link für eine neue Aufgabe begeistern lassen: Der 36-Jährige übernimmt ab Januar 2018 den abstiegsbedrohten Süd-Kreisoberligisten SG Huttengrund. Grund genug, sich mit dem neuen Spielertrainer zu unterhalten.

Gut drei Wochen nach der Trennung von Schlüchtern/Elm hast du für die Restrunde bei der SG Huttengrund zugesagt. Hand aufs Herz: Ist es so schlimm ohne den Fußball?

(lacht). Es hat einfach gepasst, die Gespräche mit den Vereinsverantwortlichen waren sehr gut und ich denke, dass ich dort etwas bewegen kann.

Was hat genau gepasst?

Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft besser ist, als es der aktuelle Tabellenstand aussagt. Ähnlich wie Schlüchtern/Elm hatte auch Huttengrund in der Hinrunde enormes Verletzungspech. Da aber mit Niklas Dietz und Tobias Bahr zwei Leistungsträger in der Offensive zurückkehren, bin ich optimistisch, dass so die Probleme im Angriff behoben werden können. Außerdem hat der Verein durch den JFV Bad Soden-Salmünster eine gute Jugendarbeit, davon profitierst du auf Dauer.

Sind denn noch weitere Verstärkungen geplant?

Ich möchte schon ein bis zwei Spieler mitbringen, auch wenn ich total überzeugt davon bin, dass wir die Liga halten. Wozu die Mannschaft in der Lage ist, habe ich in der vergangenen Saison gesehen, als wir mit Schlüchtern im Kreispokal-Halbfinale in Bestbestzung mit 0:2 unterlagen. Trotzdem glaube ich, dass frisches Blut dem Team gut tun wird.

Auch von deinem Ex-Verein Schlüchtern?

Nein, weil ich der Meinung bin, das gehört sich nicht, zumal Schlüchtern auch mein Heimatverein ist. Ich habe schon ein paar Ideen im Kopf, gerade im zentralen Mittelfeld möchten wir noch einmal nachbessern. Aber Wintertransfers sind immer so eine Sache, weil auch der abgebende Verein zustimmen muss. Wir sind aber guter Dinge.

Der Verein hat dich als Spielertrainer angekündigt. Machen das die Knochen mit deinen 36 Jahren noch mit?

Ich denke schon, das Fußballspielen verlernst du nicht. Für mich geht es in erster Linie darum, in eine gute körperliche Verfassung zu kommen. Auf welcher Position ich dann gebraucht werde, wird sich zeigen. Ich kann mir vorstellen, hinten zu spielen, aber auch auf der Sechs.

Die Mannschaft hat in den letzten 15 Minuten einer Partie bereits 13 Gegentreffer kassiert. Das deutet darauf hin, als habe die Mannschaft konditionell Probleme...

Dazu kann ich nichts sagen, weil ich mit der Mannschaft noch nicht zusammengearbeitet habe. Grundsätzlich ist es aber so, dass 37 Gegentore in der bisherigen Runde zu viel sind. Daher stellt sich die Frage, ob die Viererkette das richtige System ist oder ob wir vielleicht doch zurück zum Libero gehen. Das wird sich in den nächsten Wochen alles zeigen.

Bereits in Schlüchtern warst du als Frühstarter in der Winterpause bekannt. Wann geht es bei Huttengrund mit dem Training wieder los?

Am 25. Februar haben wir das erste angesetzte Spiel, also beginnen wir am 14. Januar. Das sind sechs Wochen, wobei ich am 14. auch angefangen hätte, wenn wir später starten würden. Die Jungs haben vorher genug Zeit, um sich zu erholen und können in Ruhe durchschnaufen, ehe wir Mitte Januar wieder starten.

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