06.12.2017

Mit 24 Jahren schon ein Routinier

Jan-Henrik Wolf hat beim TSV Lehnerz II nur ein schlechtes Spiel gesehen

Jan-Henrik Wolf gehört zu den erfahrensten Spielern beim TSV Lehnerz II.

Mit Rang sechs hat der TSV Lehnerz II eine ansprechende Halbjahresbilanz in der Verbandsliga Nord zu verzeichnen. 26 Punkte tütete die Hessenliga-Reserve in bis dato erst 16 Spielen ein. Bei günstigem Verlauf der Nachholspiele kann die Reise sogar noch ein Stück weiter nach oben gehen.

Einer, der mit Sicherheit einen großen Anteil an der ordentlichen Serie (acht Siege, zwei Unentschieden, sechs Niederlagen) hat, ist Jan-Henrik Wolf. Mit 24 Jahren liegt der ehemalige Hessenliga-Spieler im Altersranking der Mannschaft ungefähr in der Mitte. In puncto Erfahrung steht Wolf allerdings mit an der Spitze. Der gebürtige Alsfelder steht bei 50 Hessenliga-Einsätzen für die erste Mannschaft der Lehnerzer und den 1. FC Schwalmstadt, dem er sich im Sommer 2014 angeschlossen hatte und den er nach zweieinhalb Jahren im Winter 2016/17 wieder für seine Rückkehr in den Fuldaer Norden wieder verließ.

Für Lehnerz II hat der Linksfuß 15 der bisher 16 Saisonspiele bestritten und kann sich deshalb ein Urteil über den aktuellen Zustand der Mannschaft erlauben. Und das fällt sehr positiv aus: „Wir spielen schon die gesamte Saison bis auf ganz wenige Ausnahmen guten Fußball. Nur schade, dass wir am Anfang oft unnötig Punkte haben liegen lassen.“ 26 Punkte aus erst 16 Spielen, damit könne man mehr als zufrieden sein, betont Wolf: „Erst recht, wenn man bedenkt, dass wir als zweite Mannschaft selten zweimal hintereinander in derselben Formation spielen können.“

Richtig schlecht hat Wolf sein Team nur beim 1:3 in Neuhof gesehen. „Das war das einzige Spiel, in dem wir dem Gegner unterlegen waren. Die anderen Spiele, die wir verloren haben, hätten auch anders laufen können.“ Auf der anderen Seite hat die Mannschaft von Coach Sedat Gören auch für regelrechte Fußball-Feiertage gesorgt – Wolf erinnert an das 5:1 in Weidenhausen und das 4:1 gegen Sand an der Richard-Müller-Straße. Der Ex-Schwalmstädter mag seine Mannschaft: „Die Jungs sind schwer in Ordnung, das ist eine coole Truppe. Und wir haben einen super Trainer.“

So fühlt sich Wolf also bei seinem zweiten Engagement in Lehnerz sehr wohl („Es geht hier familiär zu“) und will über einen neuerlichen Vereinswechsel gar nicht nachdenken. Gleichwohl: Die Hessenliga hat der achtfache Saisontorschütze bei Weitem noch nicht abgehakt: „Die traue ich mir schon noch zu.“ Und so hofft Wolf, dass er sich – trotz der großen Konkurrenz bei Schaaf und Co. – noch einmal in diesen Kreis hineinspielen kann. „Unsere zweite Mannschaft ist ein gutes Sprungbrett“, weiß der 24-Jährige. Die Grenzen sind durchlässig, die Kaderzugehörigkeit in vielen Fällen nicht fix. Kollegen wie Christopher Sternstein, Tobias Göbel oder Marcel Dücker lassen auch Wolf hoffen, dass er ein „Wanderer zwischen den Welten“ sein kann.

Und wenn nicht, gilt wenigstens die Devise, mit dem TSV Lehnerz II nach der Winterpause die gute Halbserie zu bestätigen – wenn nicht sogar mehr: „Die letzten sechs, sieben Spiele waren hervorragend. Wenn wir diese Leistung konservieren, ist Platz vier oder fünf noch drin“, glaubt Jan-Henrik Wolf. / hw

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