29.01.2018

Meinhardt hat Broschke noch nicht abgeschrieben

Gruppenliga: "Lieber zusammensetzen als ein halbes Jahr nicht spielen"

Ob Patrick Broschke (rechts) doch noch einmal das Thalauer Trikot trägt? Jörg Meinhardt (links) hätte nichts dagegen. Archivfotos: Charlie Rolff

Gruppenliga-Zweiter FSV Thalau nimmt am Montagabend wieder das Training für die Restrunde auf. Neben Abgang Jonathan Schmitt (Schmalnau) war ein bekanntes Gesicht aus der Vorrunde bekanntlich nicht mit dabei: Patrick Broschke, den es zum TSV Lehnerz gezogen hat. FSV-Trainer Jörg Meinhardt hält sich dennoch ein Hintertürchen offen.

Eine Einigung zwischen beiden Clubs gibt es nämlich immer noch nicht. "Ich persönlich bin nicht in diese Gespräche involviert. Ich kann nur das sagen, was ich vom Verein und aus der Presse weiß. Stand heute gab es vor zwei Wochen das letzte Gespräch, seitdem hat sich Lehnerz nicht mehr gemeldet", berichtet Meinhardt. Heißt also: Folgt bis zum 31. Januar keine Einigung, ist Broschke als Vertragsamateur bis zum 1. Juli gesperrt.

"Wenn man zwei Wochen nicht kommuniziert, besteht die Frage, ob seitens des Vereins überhaupt Interesse da ist. Wenn nichts mehr passiert, bestehen ja nur zwei Möglichkeiten: Entweder er wird gesperrt oder wir setzen uns nochmal mit dem Spieler zusammen. Es kann ja nicht Sinn der Sache sein, dass Patrick ein halbes Jahr gar nicht spielt", sagt Meinhardt. Die Mannschaft würde den besten Gruppenliga-Torjäger (17 Treffer) wohl liebend gerne wieder aufnehmen - Florian Storch zeigte in einem kürzlichen Interview zum Beispiel Verständnis für Broschkes Entscheidung.

Apropos Storch: Der Regisseur, der sich vor sechs Monaten einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, ist zurück im Training. Eine Prognose will sein Trainer nicht abgeben, wann Storch sich für den Spielbetrieb fit meldet. "Er ist alt genug, um das selbst einzuschätzen. Wir machen ihm da aber überhaupt keinen Druck." Auch bei Batuhan Ölmez riss bei einem Hallenturnier das Kreuzband, zudem sind Thomas Weichlein und Dennis Fischer beruflich durch die Polizei etwas mehr eingespannt als in der Hinrunde.

"Deswegen besteht ein ganz großes Fragezeichen, wie wir in die Restrunde starten. Vor der Pause waren wir nicht wirklich überzeugend, fußballerisch war viel Luft nach oben. Da hat man gemerkt, dass wir einfach keine lange Sommerpause hatten. Jetzt liegt wieder viel Arbeit vor uns." Sollte sich die Mannschaft so entwickeln, wie der 53-Jährige sich das vorstellt, will der FSV Thalau unter den ersten drei landen. Wenngleich Meinhardt auch betont: "Eichenzell und Hosenfeld haben die größeren Kader und können die Ausfälle so besser kompensieren."

Die Testspiele in der Übersicht:

Mittwoch, 7. Februar (19 Uhr):
SV Neuhof (A)

Samstag, 10. Februar (16 Uhr):
SG Rönshausen (in Eichenzell)

Samstag, 17. Februar (15 Uhr):
FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen (A)

Samstag, 24. Februar (14 Uhr):
TSV Rothemann (A)

Autor: Steffen Kollmann

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