29.09.2017

Lindemanns Premiere, ein Aufsteiger- und zwei Kellerduelle

Gruppenliga: Dreier-SG ist für Gajic die "Mannschaft der Stunde"

Die SG Bronnzell würde Spitzenreiter Thalau gerne ein Bein stellen. Foto: Kevin Kremer

Der 10. Spieltag der Gruppenliga startet heute Abend nicht nur mit dem ersten Auftritt des neuen Eiterfelder Trainers Mike Lindemann, sondern hat neben den Kellerduellen in Asbach und Oberaula auch einen spannenden Vergleich zweier Aufsteiger zu bieten.

FC Eichenzell - SG Eiterfeld/Leimbach (Freitag, 18.30 Uhr)

Den ersten Trainerwechsel in der noch jungen Saison gab es bei der SG Eiterfeld/Leimbach, dort musste Detlef Pabst seinen Hut nehmen und wurde von Mike Lindemann ersetzt, der am Freitag bei den formstarken Eichenzellern sein Debüt an der Seitenlinie feiern wird. „Wir können in Eichenzell befreit aufspielen, haben aber nichts zu verschenken“, erklärt Lindemann, der vor seinem ersten Spiel lediglich erst einmal mit der Mannschaft trainieren konnte.

TSV Bachrain - SV Müs (Samstag, 16 Uhr)

Nach dem tollen Saisonstart musste Aufsteiger SV Müs in den Duellen gegen die Spitzenmannschaften Künzell, Thalau und Eichenzell zuletzt Federn lassen. Dementsprechend ging es auch in der Tabelle abwärts: Mit elf Punkten befinden sich die Müser aktuell nur noch auf Rang neun und haben lediglich vier Punkte Vorsprung auf die gefährliche Zone. Bei Schlusslicht Bachrain, das noch immer auf den ersten Sieg wartet, muss die Friedel-Elf nun die nächste undankbare Aufgabe lösen.

SG Bronnzell - FSV Thalau (Samstag, 16 Uhr)

Zweimal in Folge gewann die SG Viktoria Bronnzell zuletzt, jetzt kommt mit Tabellenführer Thalau nochmal ein richtiges Kaliber auf die Elf von Stefan Dresel zu: „Ich bin nicht überrascht über ihren Start, sie haben eine enorme Qualität“, betont der Übungsleiter. „Das wird eine ganz schwere Aufgabe für uns, wir benötigen eine absolute Topleistung, um Thalau zu schlagen. Aber wir sind auf einem guten Weg, die Vorfreude ist groß und die Anspannung nimmt von Tag zu Tag zu.“ Dazu sind die Rahmenbedingungen gegeben, die Viktoria feiert über das verlängerte Wochenende sein Oktoberfest. Außerdem kehren Alexander Ganß und Moritz Kremer wieder in den Kader zurück. Nicht ganz so rosig sieht die personelle Situation bei Gegner Thalau aus. "Wir gehen personell auf dem Zahnfleisch", sagt Trainer Jörg Meinhardt und spielt auf die Tatsache an, dass Maurizio Bohl und Thomas Weichlein aus beruflichen Gründen fehlen werden. Hinter Christoph Bohl (Oberschenkelblessur) und Sebastian Kress (krank) stehen noch dicke Fragezeichen.

TSV Künzell - TSV Rothemann (Samstag, 16 Uhr)

Nach vier Spieltagen ohne Niederlage musste der TSV Rothemann gegen die Spitzenteams aus Ehrenberg und Eichenzell zuletzt zwei Pleiten hinnehmen. Nun geht es für die Elf von Sebastian Vollmar zum Tabellenfünften TSV Künzell. An den Tannen dürften die Trauben ähnlich hoch hängen. "Künzell verfügt über eine sehr ausgeglichene Mannschaft und ist gespickt mit einigen Topspielern wie David Bettendorf oder Peter John. Ich erwarte eine ganz schwere Aufgabe", sagt Vollmar, der personell am Wochenende nicht aus dem Vollen schöpfen kann und auf Jakob Müglich, Jonas Hilgenberg (beide Klassenfahrt), Felix Stephan, Jan-Lucas Krenzer (beide Sprunggelenk) und Robin Kirsch (Rotsperre) verzichten muss.

SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach - Spvgg. Hosenfeld (Sonntag, 15 Uhr)

Gespielt wird in Schwarzbach, wo der heimische FSV an diesem Wochenende sein Oktoberfest feiert. Während die Gastgeber nach drei Siegen in Serie mit ordentlich Selbstvertrauen in die Partie starten, wollen sich auch die Gäste nicht verstecken: "Wir freuen uns auf das Spiel, das sicherlich ein enges Ding wird. Beide Mannschaften wollen Fußball spielen und Elters hat eine gewachsene Truppe, die über den Teamgeist kommt und auch kämpferisch viel zu bieten hat", erklärt Hosenfelds Trainer Rodoljub Gajic, für den die Spielgemeinschaft nach den jüngsten Erfolgen "die Mannschaft der Stunde" ist: "Dass gegen Schlüchtern ein 0:2 noch in einen 3:2-Sieg umgewandelt wurde, sagt alles. Das wird ein schwerer Brocken für uns." Fehlen wird auf Seiten der Gäste lediglich Urlauber Benedikt Rützel.

SG Ehrenberg - SV Großenlüder (Sonntag, 15 Uhr)

Zwei Siege in Serie haben Teutonia Großenlüder auf Rang sechs befördert – und waren mit Blick auf das kommende Programm auch unheimlich wichtig. Denn die Teutonen treffen nun hintereinander auf die Topteams SG Ehrenberg, Müs, Eichenzell und Künzell, die jeweils auswärts auf die Mannschaft von Trainer Frank Atzler warten.

SVA Bad Hersfeld - SG Kerzell (Sonntag, 15 Uhr)

"Das ist ein ganz richtungsweisendes Spiel für uns. Danach haben wir mit Eiterfeld den nächsten direkten Konkurrenten. Wenn wir aus diesen Spielen nicht mindestens einen Sieg holen, dann wird es extrem schwer. Der Abstand zum Mittelfeld wird einfach zu groß", spricht Kerzells Trainer Michael Jäger vor dem Kellerduell Tacheles. Die Situation habe sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert: "Auch in diesem Jahr ist Asbach nicht so schlecht, wie es der Tabellenplatz aussagt." Kerzell setzt in Asbach wieder auf die Rückkehrer Dominik Günther und Raphael Witzel.

Auch auf Seiten der Gastgeber betont Trainer Frank Ullrich die Bedeutung der Begegnung, in der der SVA fast schon zum Siegen verdammt wäre, um den Anschluss nicht zu verlieren. "Nach der Niederlage in Großenlüder waren wir schon sehr ernüchtert, auch wenn ich abgesehen vom Ergebnis nicht unzufrieden war. Das hat sich aber schon wieder gebessert. Ich glaube fest daran, dass uns schon bald ein Befreiungsschlag gelingt, der mal länger als ein Spiel andauert", so Ullrich. Zurück in den Kader kehrt Alin Zaha, der der Defensive Stabilität verleihen soll.

SG Aulatal - SG Schlüchtern/Elm (Sonntag, 15 Uhr)

Aulatal gegen Schlüchtern/Elm – da war doch was! Im Jahr 2015 trafen beide Teams aufeinander, damals in den Aufstiegsspielen zur Gruppenliga. Schlüchtern/Elm schaffte durch ein 2:2 den Aufstieg, Aulatal blieb in der KOL. Jetzt sind beide Teams in der Gruppenliga, wirklich gut läuft es bei beiden aber nicht. Während Schlüchtern/Elm vier Punkte aus den vergangenen sieben Spielen holte, ist Aulatal seit acht Partien sieglos. „Es wäre mal wieder schön, einen Dreier einzufahren, um nicht ganz zu vergessen, wie sich ein Sieg anfühlt“, betont Trainer Markus Pflanz, der sich vorne mehr Effektivität und eine eigene Führung wünscht. Bislang erzielte die Spielgemeinschaft nur zweimal das 1:0. Auf Seiten der Gäste blickt Trainer Marco Link der Partie in Oberaula vor allem mit einem Wunsch entgegen: „Die Mannschaft des Gegners kenne ich kaum, wir aber müssen an die ersten 60 Minuten aus dem Spiel gegen Elters/Eckweisbach/Schwarzbach anknüpfen und die beiden später im Tiefschlaf befindlichen Spieler müssen hellwach sein.“ / kol, vg, les

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