28.12.2017

Kitagenda besitzt die eingebaute Aufstiegsgarantie

Gruppenliga: Längst mehr als nur der Spaßvogel

George Kitagenda (rechts) nimmt beim FCB eine wichtige Rolle ein. Foto: Florian Volk

George Kitagenda der Spaßvogel? Ja, aber nicht nur: Der 26-Jährige gehört zu den Stützen des Gruppenliga-Spitzenreiters Britannia Eichenzell, hat in der bisherigen Serie mit die meisten Minuten bestritten und ist als Allrounder in Heiko Rützels Team nicht wegzudenken.

„George ist immer ein absoluter Teamplayer, der in jedem Spiel, in jedem Training alles gibt und stets das Team in den Vordergrund stellt“, kennt Rützel, der kürzlich seine Vertragsverlängerung in Eichenzell bekanntgegeben hat, die Vorzüge seines „sehr, sehr guten Freundes“. Rützel und Kitagenda hatten sich bei den Britannen kennengelernt, feierten dort 2011 gemeinsam die Gruppenliga-Meisterschaft. Kitagenda verließ später die Britannen mit Ziel Borussia Fulda, dort wurde er wieder Gruppenliga-Meister, bevor ihn Rützel, der gerade seine erste Trainerstation angetreten hatte, für Helvetia Kerzell gewinnen konnte – wo das Team, na klar, über die Relegation aufsteigen konnte. Gemeinsam mit Rützel zog Kitagenda nun vor anderthalb Jahren weiter nach Eichenzell – und wieder deuten die Zeichen auf Aufstieg.

„Das ist meine subjektive Meinung, aber ich sage ganz klar, dass wir in der Gruppenliga ganz nach oben gehören“, stellt Kitagenda unmissverständlich klar, wirkt aber nicht überheblich, sondern spricht das aus, was die meisten Gruppenliga-Kenner ohnehin wissen: „Wir haben im Team eine ganz hohe Qualität, sind dazu eine geile Mannschaft mit den richtigen Charakteren.“ Kitagenda fühlt sich dabei an jeden Aufstieg in seiner Laufbahn erinnert, findet das die Mischung genau die richtige ist und weiß, „dass wir in der jüngsten Vergangenheit jedes Spiel mit der nötigen Ernsthaftigkeit angehen“. Bliebe es dabei, mache etwaiges Verletzungspech einen Bogen um die Tannen, dann könne zwar hier und da ein Team ein Bein stellen, der Aufstieg sei allerdings ein realistisches und mannschaftsintern auch klar definiertes Ziel.

Ziel kann nur Aufstieg lauten

Kitagenda stellt dabei sein eigenes Licht etwas unter den Scheffel, spricht davon, dass er im Vergleich zu manchem Mannschaftskameraden fußballerisch eher limitiert sei, erklärt aber, dass er dies mit den von Rützel aufgezählten Attributen auszugleichen versuche. Kampf, Leidenschaft, wissen, was man kann und was nicht. „Deswegen kann ich auch nicht nur noch der Spaßvogel sein, die Rolle müssen andere auch mit ausfüllen“, sagt er, lacht und betont, „dass mein Ziel ist, jedes Spiel möglichst fehlerfrei zu bestreiten, weil ich in einem Alter bin, in dem ich auch Verantwortung übernehmen will“.

Die schreibt ihm auch Rützel zu. Beide sind sehr gute Freunde. Aber wie funktioniert solch eine Konstellation überhaupt? „Als mich Heiko ansprach, um nach Kerzell zu kommen, habe ich die positiven und negativen Seiten abgewägt. Sowas kann, muss aber nicht gutgehen.“ Doch die Kombination funktioniert, „weil ich weiß, dass ich mich dem Team und Trainer unterzuordnen habe, aber ich weiß eben auch, wie Heiko tickt und kann ihm auch den Rücken stärken“. Zufrieden sind die beiden mit dem anderen ohnehin, nun verfolgen sie das große Ziel Verbandsliga. Und mit Aufstiegsgarant Kitagenda kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Autor: Johannes Götze

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