11.04.2018

Ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf beim Tabellenführer

A-Junioren-Hessenliga: Sonnenbergers Plan geht auf

Sebastian Sonnenberger hatte am Wochenende allen Grund zum Jubeln. Foto: Charlie Rolff

Mit einem 3:1-Erfolg im Gepäck sind die A-Junioren des JFV Viktoria Fulda am Sonntag von ihrem Auswärtsspiel in der Hessenliga beim FSV Frankfurt in die Barockstadt zurückgereist.

Das Team von Trainer Sebastian Sonnenbeger hatte soeben den unangefochtenen Tabellenführer, das Aushängeschild der Hessenliga, geschlagen und damit für eine Sensation gesorgt. Denn die Trauben hingen für den JFV Viktoria Fulda im Vorfeld der Partie hoch, verloren die Bornheimer nur eines ihrer 18 Partien. „Wir hatten einen Matchplan, den wir umsetzen wollten. Wir wussten, dass Frankfurt sehr ballbesitzorientiert agiert und gerade im Zentrum eine hohe Qualität besitzt. Dementsprechend war unsere Taktik so ausgelegt, dass wir in diesem Bereich kompakt stehen“, gibt Sebastian Sonnenberger, Trainer von Fulda, Einblicke in seine taktische Marschroute, die sein Team mustergültig umsetzte. Denn der FSV Frankfurt biss sich an dem kompakten Defensivverbund des JFV die Zähne aus.

Ein weiterer Bestandteil des Matchplans lag in dem schnellen Umschaltspiel, was Viktoria Fulda vortragen sollte. „Wir wollten mit schnellen Konterangriffen Nadelstiche setzen und vor dem gegnerischen Tor zu Chancen kommen. Dass meine Mannschaft diese Vorgaben dann derart umsetzt, war phänomenal“, geriet Sonnenberger ins Staunen, der nach einer knappen halbe Stunde erstmals Zeuge eines brandgefährlichen Konters seines Teams wurde. Markus Schlotzhauer wurde in Szene gesetzt und preschte in Richtung des gegnerischen Strafraums. Während seines Abschlusses, der nicht im Tor landete, wurde er von einem Verteidiger der Hausherren zu Fall gebracht. Der Referee ahndete die Situation mit einem Feldverweis für Frankfurt und einem Strafstoß für Viktoria Fulda, den Anto Vinojcic verwandelte.

„Die Rote Karte für den Gegner war sicherlich am Ende auch ein Baustein für diesen Erfolg. Dennoch muss man festhalten, dass Frankfurt trotz der Unterzahl enorm viel Druck aufgebaut hat und nicht von seiner Spielweise abgerückt ist. Daran hat man unter anderem die Klasse des FSV gesehen, der zurecht an der Tabellenspitze steht“, räumt Sebastian Sonnenberger ein, dessen Team unmittelbar vor der Halbzeitpause ein zweites Mal jubeln sollte. Wieder resultierte das Tor aus einer blitzartigen Umschaltsituation, die Hamed Noori mit dem 2:0 veredelte. „Wir wollten uns von der vermeintlich komfortablen Führung nicht blenden lassen. Wir wussten, dass Frankfurt auch mit einem Mann weniger in solch ein Spiel zurückkommen kann. Wir konnten dann allerdings die ersten 15 Minuten zum Glück schadlos überstehen und mit dem 3:0 für die Vorentscheidung sorgen“, verweist Sonnenberger auf den zweiten Treffer von Hamed Noori, der den Ligaprimus in die Knie zwang.

„Frankfurt konnte dann zwar wenige Minuten später verkürzen und hatte nun noch einmal Hoffnung. Doch wir haben weiterhin sehr diszipliniert und konzentriert verteidigt. Am Ende war es eine absolute Willensleistung, die uns diesen Erfolg ermöglicht hat“, versichert Sonnenberger und fügt an: „Viele meiner Spieler konnten es nach dem Abpfiff noch überhaupt nicht fassen, was hier passiert ist. Erst nach und nach haben wir dann realisiert, dass wir die Top-Adresse der Hessenliga bezwungen und wichtige Punkte für den Klassenerhalt eingefahren haben“, bewertet Sebastian Sonnenberger abschließend. / tof

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