17.04.2018

"Die komplette Mannschaft hat versagt"

A-Liga Fulda/Lauterbach: Koch und Hauswurz gehen gegen Ilbeshausen baden

Michael Koch (rechts) war von der Leistung seiner Truppe bedient. Archivfoto: Florian Volk

Ein Ergebnis am vergangenen Wochenende hat sich noch mehr beim osthessischen Fußballfan im Gedächtnis eingebrannt als jedes andere: die 1:7-Heimniederlage des ambitionierten SV Hauswurz in der A-Liga Fulda/Lauterbach gegen den bis dato 2018 noch sieglosen TSV Ilbeshausen. Trainer Michael Koch lässt die Klatsche noch einmal Revue passieren.

"Die komplette Mannschaft hat versagt. Alles, was wir uns vorgenommen haben, ging in die Hose", findet Koch deutliche Worte für die Vorstellung seiner Truppe. Bereits nach 19 Minuten lag der SVH mit 0:3 hinten, zur Halbzeit stand es schon 1:5. "Wir haben in der Pause noch daran geglaubt, dass etwas möglich ist. Aber an diesem Tag hat einfach nichts geklappt."

Ein ungewohntes Bild für das prominent besetzte Team, das mit Andre Ditzel, Edin Hasanagic, Patrick Kalis und Co. Spieler mit Verbandsliga-Erfahrung in ihren Reihen hat. Es ist kein Geheimnis, dass der Verein, der im Sommer mit Kochs Stiefsohn Dennis Fischer (Thalau) einen weiteren hochklassigen Spieler hinzubekommt, in die Kreisoberliga will - in der Saison 2018/19 wird er aber, sollte kein mittelgroßes Wunder geschehen, erneut in der A-Liga an den Start gehen.

"Wir haben schon beim 0:1 in Pfordt unsere letzte Chance verspielt. Wir haben einfach mehr Spiele als der Gegner, und dass drei Mannschaften patzen glaube ich nicht", sagt der 46-Jährige, der seine vermeintliche Star-Truppe in die Pflicht nimmt: "Ich habe schon bei einem Amtsantritt gesagt, dass man in dieser Liga Fußball kämpfen muss. Das ist eine Kopfsache bei uns momentan, vielleicht ist der ein oder andere mit dem Gedanken schon bei einem neuen Verein."

Der Großteil des Kaders hat aber bereits zugesagt, nur zwei Fragezeichen gebe es noch. "Der Stachel der Niederlage sitzt natürlich tief, dennoch haben wir jetzt keine Unruhe hier. Alleine am Sonntag habe ich bestimmt 20 Mal von den Zuschauern den Spruch gehört: "Lebbe geht weider"."

Autor: Steffen Kollmann

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