10.04.2018

Beste Werbung für den osthessischen Fußball

Gruppenliga-Spiel zwischen Bronnzell und Hosenfeld bleibt im Gedächtnis

Kilian Sandner (rechts) und Bronnzell lieferten sich mit Maximilian Braun und der Spvgg. Hosenfeld einen packenden Fight. Foto: Charlie Rolff

In der Tabelle trennen Hosenfeld und Bronnzell momentan lediglich zwei Punkte. Am Sonntag zeigten die Mannschaften beim direkten Aufeinandertreffen, warum sie in der Gruppenliga Fulda – zumindest vor den noch auszutragenden Nachholspielen – so eng beieinanderliegen. Dass dabei sechs Tore fallen würden, hatte kaum jemand auf dem Zettel.

Das 3:3-Unentschieden dürfte den Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben. Vollgas-Fußball über 90 Minuten, ein unvorhersehbarer Spielverlauf und Torchancen bis zur letzten Sekunde prägten die Partie in der Heppau.

Viktoria-Trainer Stefan Dresel hatte vor Spielbeginn mit einer gemächlichen Anfangsphase gerechnet, „doch Hosenfeld gab von Anpfiff weg Volldampf“. Weil auch Bronnzell sofort auf Betriebstemperatur war, entwickelte sich ein höchst unterhaltsames Spiel bei sommerlichen Temperaturen. Und obwohl viele lange Bälle in die Spitze geschlagen wurden, verkam die Begegnung nicht zu einer niveauarmen Bolzerei. Das lag unter anderem an den flotten Sturmreihen beider Teams; auf Bronnzeller Seite jagten Dennis Sorg, Marian Weber und Tim Horenkamp jedem Ball nach, während für Hosenfeld Benedikt Rützel und Loic Djounang das Toreschießen übernahmen.

Mit dem 2:0 durch Horenkamp nach einer halben Stunde lag die Vermutung nahe, dass Viktoria den Spielstand routiniert über die Zeit bringen würde. Doch die Gäste schafften noch vor der Pause den wichtigen Anschluss und glichen im zweiten Durchgang schnell aus. Stoßstürmer Rützel bewies mit seinem Doppelpack einmal mehr seine Bedeutung für die vorderen Vogelsberger, die im Anschluss durch Djounang sogar in Führung gingen. „Dann haben wir es leider verpasst, die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen“, stellte Hosenfelds Coach Rodoljub Gajic fest, der aufgrund der Leistung aber gut mit dem Auswärtspunkt leben konnte. Gute Nachrichten gab es für den 49-Jährigen auch nach dem Spiel, der Trainer wird auch in der kommenden Saison in Hosenfeld das Sagen haben.

Eines steht ohnehin fest: Ob man es am Sonntag mit Bronnzell oder Hosenfeld hielt, enttäuscht konnte nach diesem wendungsreichen Spiel niemand sein. Vielmehr war der torreiche Fight beste Werbung für den hiesigen Amateurfußball.

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