11.10.2017

Bartel lässt Borussen zehn Minuten heftig wanken

Hessenliga: Fulda nimmt verdient Revanche

Younes Bahssou (links) eröffnete den Torreigen in der Johannisau, hier hat er gegen Nico Hohmann die Nase leicht vorn. Foto: Charlie Rolff

Die 0:2-Niederlage am ersten Spieltag hinterließ einige Fragezeichen im Lager Borussia Fuldas, am Abend gelang gegen Buchonia Flieden die Revanche, der 3:1-Erfolg war unterm Strich auch hochverdient, wenngleich die Borussen für einen Moment kräftig ins Wanken gerieten.

Eigentlich hätte Flieden das Spiel mit einer ganz breiten Brust angehen können, doch schon früh war klar, dass die so gelobte Stabilität eher wankelmütig daherkommt, auch war das Laufspiel nicht gut, dazu wurde der Derbycharakter nicht wirklich angenommen. Das erste Belegexemplar war schnell geliefert: Lukas Hohmann spielte Younes Bahssou den Ball unbedrängt in die Füße, Borussias Stürmer zeigte sich allerdings gönnerhaft und ließ Fliedens Schlussmann seinen kapitalen Bock wieder ausbügeln (5.).

Dass nur drei Minuten später der zuletzt an der Wade verletzte Christopher Krause an alter Wirkungsstätte angeschlagen für Youngster Moritz Lingenfelder im defensiven Mittelfeld weichen musste, sorgte freilich nicht für zusätzliche Sicherheit. Auszunutzen wusste jene Löcher zunächst allerdings nur Bahssou, der einen ganz feinen Pass von Leon Pomnitz aufnahm und von halbrechts beinahe unbedrängt Hohmann überwinden konnte. Gar nicht gut sah in jener Szene Nico Hohmann aus, der nicht einmal Begleitschutz anbot (16.).

Einzig Christian Bohl hätte im Gegenzug den Ausgleich besorgen können, köpfte allerdings halb im Fallen am langen Pfosten vorbei. Die Borussen bestimmten das Spiel beinahe nach Belieben, allerdings fehlte meist der letzte Punch im Abschluss. Gefährlich wurde es entweder über Pomnitz oder die deutlich aktivere rechte Seite, die größte Möglichkeit ließ Marcel Mosch mit seinem Schuss an den Innenpfosten liegen (42.).

Drei Ex-Borussen müssen runter

In die Riege der angeschlagenen Ex-Borussen reihten sich auf Seiten Fliedens neben Krause früh Kapitän Andreas Drews (Muskelverletzung) und Marc Götze (Platzwunde) ein, beide nahm Meik Voll zur Pause raus und hatte so sein Kontigent ganz früh aufgebraucht. Und die ohnehin kaum stattfindenden Fliedener waren auf dem großen Feld zunehmend chancenloser, das 2:0 nur eine Frage der Zeit. Voraus ging diesem eine ganz feine Kombination im Strafraum, als Daniel Kornagel, Mosch, Bahssou und Torschütze Dennis Müller viermal direkt spielten, Letzterer hob das Leder ganz gefühlvoll ins Tor (58.).

Doch fast schien es so, als hätte Fulda Angst vor der eigenen Courage, schaltete schnell in den Energiesparmodus und Flieden übernahm die Spielkontrolle. Tobias Bartels Anschlusstreffer nach Lingenfelder-Flanke deutete sich an (70.), fortan entwickelte sich ein neues Spiel, Flieden dominierte phasenweise und war durch André Leibold ganz nahe am Ausgleich (74.). Doch nur Standards, die immer für Gefahr bei den Buchonen sorgen, sollten diesmal nicht reichen. Ein ruhender Ball sorgte stattdessen auf der anderen Seite für die Entscheidung:Patrise Gjocaj trat die Ecke, die der eine Innenverteidiger, Tobias Henneböle, für den anderen, Marin Vidosevic, scharf machte, das Spiel war entschieden (80.).

Die Statistik:

Borussia Fulda: Wolf – Fuß, Henneböle, Vidosevic, D. Müller – Pomnitz, Alles (84. Jerkovic) – Kornagel (88. Akkus Rodriguez), Gjocaj – Mosch, Bahssou (77. Poredski).
Buchonia Flieden: L. Hohmann – Leibold, Zeller, Bartel, N. Hohmann – Rumpeltes (8. Lingenfeld) – Götze (46. Lembach), Drews (46. Stange), Bohl – Schaub.

Schiedsrichter: Martin Kliebe (TSV Heiligenrode).
Zuschauer: 1750.
Tore: 1:0 Younes Bahssou (16.), 2:0 Dennis Müller (58.), 2:1 Tobias Bartel (70.), 3:1 Marin Vidosevic (80.).

Stimmen zum Spiel:

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Autor: Johannes Götze

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