16.04.2018

Barlettas Glückwünsche gehen bereits nach Lehnerz

Hessenliga: Schaaf und Co. haben noch sieben Endspiele

Angelo Barletta hat keine Hoffnung mehr im Kampf um Platz zwei. Foto: Charlie Rolff

Bereits zum achten Mal in dieser Saison hat der TSV Lehnerz in Alzenau nach einem Rückstand noch gepunktet. Die dadurch noch erzielten 16 Punkte sind nicht nur mehr, als der SV Steinbach überhaupt auf dem Konto hat, sondern zeigen wieder einmal, dass es in der Mannschaft moralisch, körperlich und in der Breite stimmt.

Denn obwohl mit Marcel Trägler, Nikola Milankovic, Niklas Odenwald, Kemal Sarvan und Co. mal wieder einige Leistungsträger verletzt fehlten, lieferten nicht nur die ersten elf, sondern auch die Auswechselspieler. Die Joker David Wollny und Steven von der Burg halfen entscheidend bei der Aufholjagd mit. „Wir wissen, was wir können und dass wir Rückstände aufholen können“, betonte Kapitän Patrick Schaaf, der um die weiterhin gute Ausgangslage im Kampf um Platz zwei weiß. „Wir haben jetzt noch sieben Partien, jedes Spiel ist ein Endspiel. Wenn wir nicht verlieren, werden wir am Ende auf Platz zwei stehen.“

Deutlicher wird Alzenaus Trainer Angelo Barletta: „Der Kampf um Platz zwei ist entschieden. Glückwunsch an Lehnerz“, so der Coach, der wusste, dass nur ein Sieg seiner Mannschaft noch Mut gemacht hätte. Sollten die Lehnerzer nämlich ihre Nachholspiele gewinnen, würde der Vorsprung vor den Bayern und Watzenborn-Steinberg auf sieben Punkte anwachsen – bei fünf ausstehenden Spielen.

TSV-Trainer Marco Lohsse übte sich wie gewohnt aber in Zurückhaltung: „Wenn Angelo das denkt, kann er gerne schon ein Geschenk rüberschicken. Aber wenn es nicht klappt, schicke ich es zurück“, so der Übungsleiter, der selbst kaum noch daran geglaubt hatte, aus Alzenau etwas mitzunehmen. „Ich habe den Jungs in der Halbzeit gesagt, dass das Spiel gelaufen ist. Aber wir wollten die zweite Halbzeit gewinnen. Und durch das schnelle Tor war dann wieder alles drin.“ Nicht einverstanden war der Coach aber mit Teilen der ersten Hälfte, als die Lehnerzer viel zu viele Fehler produzierten. „Vom ein oder anderen Leistungsträger kam zu wenig. Umso besser war es dann nach der Pause.“

Die teils in einem Fanbus angereisten TSV-Anhänger honorierten die Leistung jedenfalls, 500 Zuschauer hatten ein gutes Hessenliga-Topspiel gesehen. „Wir haben gezeigt, dass wir uns von den Geräuschen rundherum nicht aus der Ruhe bringen lassen“, spielte Schaaf noch kurz auf die Lehnerzer Mitgliederversammlung an, auf der Tags zuvor die SG Barockstadt Fulda Lehnerz beschlossen wurde.

Autor: Steffen Kollmann

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