16.03.2018

Storch ist wieder bereit, der Platz wohl nicht

Gruppenliga: Meinhardt sieht schwarz für den Schlager gegen Hosenfeld

Florian Storch hat sich nach seinem Kreuzbandriss zurückgemeldet. Foto: Charlie Rolff

Komplett für Sonntag (alle Spiele um 15 Uhr) ist der Spieltag in der Gruppenliga angestezt. In den Blickpunkt rückt das Spitzenspiel zwischen dem FSV Thalau und der Spvgg. Hosenfeld. Der Gewinner bleibt wohl am ehesten an Spitzenreiter Eichenzell dran.

FSV Thalau – Spvgg. Hosenfeld:

Wenn die Trainer Jörg Meinhardt und Rodoljob Gajic während der Arbeit aus dem Fenster schauen, dann können sie sich zuwinken. Beide arbeiten nur wenige Meter voneinander entfernt. „Wir winken uns zwei Mal die Woche“, sagt Meinhardt lachend, um zu erklären: „Wir beide schätzen uns, sehen uns ab und zu, aber letztlich fehlt beiden einfach die Zeit, um öfter zu kommunizieren.“
Ähnlich nah sind sich beide auch in der Tabelle. Mit einem Sieg am Wittiggrund könnten die Hosenfelder bis auf einen Punkt an Thalau und somit auch an den Relegationsplatz heranrücken. Doch ein Spiel am Sonntag erscheint fast als Utopie. „Der Platz müsste dringend gewalzt werden, aber es kann ja keiner mit Geräten drauf. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir den Platz in einen solchen Zustand bringen können, dass das Spiel unter ordentlichen Umständen stattfinden kann“, vermutet Jörg Meinhardt.
Dabei wäre es ihm personell sehr recht, wenn der Ball endlich wieder ins Rollen käme. „Sogar Florian Storch ist wieder fit, trainiert voll mit“, pustet der Thalauer Trainer durch, um gleich danach ein dickes Lob los zu werden: „Nach einem Kreuzbandriss nur sechs Monate später wieder auf dem Platz zu stehen erfordert jede Menge Disziplin. Florian hat extrem hart an sich gearbeitet, jede Woche drei, vier Mal was für seine Gesundheit getan. Das nötigt eine Menge Respekt ab.“

FC Eichenzell – SV Müs:

Auf Matthias Heumüller (Urlaub) müssen die Eichenzeller diesmal verzichten. Dafür ist Gabriel Müller wieder voll auf der Höhe und der Kader so noch einen Tick stärker. Das 5:2 gegen Ehrenberg zum Auftakt will Coach Heiko Rützel dennoch nicht überbewerten: „Ehrenberg hatte ich mir auch stärker vorgestellt, wobei das auch viel mit unserer Leistung zu tun hatte. Das Ergebnis sagt aber schon vieles aus.“
Vor Müs wird Rützel seine Mannen aber noch eindringlich warnen. Denn das 7:0 aus dem Hinspiel könnte die Germanen erst recht aufstacheln. „Wer Marc Friedel kennt, der weiß, wie heiß er nach diesem Hinspiel sein wird. Ich erwarte eine höchst motivierte Müser Mannschaft. Mir persönlich gefällt es nicht, dass die Plätze aktuell noch so tief sind, denn das hat mit Fußball oftmals nichts zu tun.“
Ein Ausweichen auf den Kunstrasen kommt für Eichenzell übrigens nicht in Frage: „Die ganze Organisation für ein Punktspiel wäre extrem schwierig. Wir wollen grundsätzlich auf Rasen spielen. Es geht für jeden Verein ja auch um die Wirtschaftlichkeit bei solch einem Heimspiel“, macht Rützel deutlich.

SG Elters/Eckweisbach/Schw. – SV Großenlüder:

Gespielt werden soll auf dem Platz der SG Eckweisbach. Die Teutonen haben den Vorteil, dass sie beim 1:1 gegen Bronnzell bereits die ersten 90 Minuten unter Wettkampfbedingungen absolviert haben. „Leider hatten wir gerade in der ersten Halbzeit noch zu große Abstände. Was die zweite Halbzeit angeht und vor allem unsere Mentalität, die wir sofort wieder an den Tag gelegt haben, bin ich aber trotzdem mit dem ersten Spiel ganz zufrieden“, schaut Großenlüders Trainer Frank Atzler zurück.
Im Tor hat er sich auch nach der Winterpause für Patrick Wagner und gegen Neuzugang Dennis Dietrich entschieden – zumindest vorerst. „Es ist durchaus angedacht, dass wir im neuen Jahr auf der Torhüterposition im Wechsel spielen. Beide haben sich in der Vorbereitung aufgedrängt“, sagt Atzler. Patrick Wagner hat bisher alle Saisonspiele bestritten.
Dominik Hohmann befindet sich weiterhin im Urlaub, während hinter Janis Lang steht nach seiner Grippe noch ein Fragezeichen.

SG Bronnzell – SG Kerzell:

Die Viktoria hat durchaus personelle Probleme: Krank fehlten zuletzt Moritz Caspar, Sebastian Dinov, Carlo Jäger und Moritz Kremer. Dazu kommt nun die Rotsperre gegen Alexander Ganß, der in Großenlüder vom Feld flog. Immerhin: Routinier Jens Keim hat zwar nur sporadisch trainiert, steht aber dennoch für die Viktoria zur Verfügung.
Der Nachbar aus Kerzell zählt nicht zu den Lieblingsgegnern der Viktoria. Die Elf von Stefan Dresel konnte gegen seinen Ex-Club keines der drei Duelle gewinnen, seit die Helvetia vor eineinhalb Jahren wieder aufgestiegen ist. Aus Bronnzeller Sicht gab es zwei Remis und eine Niederlage.

SG Ehrenberg – TSV Künzell:

Angesetzt ist das Spiel zunächst einmal auf dem Platz in Seiferts. Und die Rollen sind klar verteilt: Denn während die Künzeller auf ihrem vierten Platz durchaus zufrieden sein können, hat die SG Ehrenberg seit Anfang Oktober nur noch eines seiner sieben Spiele gewonnen. Damit müssen die Rhöner in der Tabelle zunächst einmal den (noch beruhigenden) Vorsprung nach unten absichern.

TSV Bachrain – SG Schlüchtern/Elm:

Die Bachrainer Hinserie war in zwei Teile aufgeteilt: Der Start brachte in den ersten acht Spielen nur drei Punkte und keinen einzigen Sieg. Der zweite Teil sah dann mit 18 von 24 Punkten deutlich besser aus. Und so darf man gespannt sein, wie man am Geisküppel 2018 aus den Puschen kommt. Das Spiel wird auch ein Wiedersehen der Trainer: Francisco Martinez und Bardo Hirsch standen einst in der Regionalliga bei Borussia Fulda gemeinsam auf dem Platz. Das Hinspiel ging mit 2:0 an Schlüchtern.

SG Aulatal – VfL Eiterfeld/SG Leimbach:

Das Duell der Trainer Markus Pflanz gegen Klaus Wächter steigt auf dem Gelände des TSV Kirchheim. Aulatal kann den Schwung vom 1:0-Auswärtssieg in Rothemann mitnehmen. Es war der zweite Auswärtssieg der laufenden Saison für die Pflanz-Elf.

SVA Bad Hersfeld – TSV Rothemann:

Für Rothemann ist ein Sieg eigentlich Pflicht, denn personell angeschlagener als aktuell wird man den SVA wohl kaum noch mal vor die Brust bekommen. Drei Punkte wären für Sebastian Vollmar auch deshalb extrem wichtig, weil die Unruhe im Umfeld und die schrumpfende Distanz zu den Abstiegsplätzen nicht gerade für positive Stimmung im TSV-Lager sorgen. kr

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