11.01.2018

Wiegand warnt: "... dann werden wir keine Halle mehr spielen"

Ex-Trainer impft Vereine vor Beginn der Futsal-Kreismeisterschaft

Vorjahressieger TSV Bachrain hat als einer von zwei Gruppenligisten erneut gemeldet. Archivfoto: Christian Halling

Die Vorrundengruppen der Fuldaer Futsal-Kreismeisterschaft gehen am Samstag (in Großenlüder) und Sonntag (in Hofbieber) über die Bühne. Von 28 Teilnehmern qualifizieren sich 10 Teams für die Endrunde, die bereits am darauffolgenden Wochenende in Hofbieber über die Bühne gebracht wird.

28 Mannschaften führen damit den Teilnehmerschwund weiter fort. 2015 hatten noch 44 Teams gemeldet, im Vorjahr waren immerhin noch 31 Vereine am Start. Dennoch ist Gerhard Wiegand, Pokalspielleiter und Hallenbeauftragter des Kreises Fulda, zufrieden: "Die Zahl ist deshalb gut, weil ich im Vorjahr noch viele Telefonate führen musste, um überhaupt 30 Mannschaften zusammenzubekommen. Diesmal war das nicht so. Stattdessen gab es noch drei Nachmeldungen, die aber einfach zu spät kamen und dementsprechend nicht mehr berücksichtigt werden konnten", so Wiegand.

Auffällig ist in diesem Jahr aber, dass höherklassige Teams fast grundsätzlich auf einen Start verzichten. Ein Verbands-
oder gar Hessenligist ist nicht mit dabei, dazu haben mit Vorjahressieger TSV Bachrain und Gemeinderivale TSV Künzell nur zwei Gruppenligisten gemeldet. Für Wiegand - wenn auch aus der Ferne betrachtet - nicht nachvollziehbar: "Viele argumentieren damit, nicht in der Halle spielen zu wollen, sind dann aber bei irgendwelchen Freundschaftsturnieren dabei. Andere führen die Verletzungsproblematik auf, dabei ist diese im Futsal quasi gar nicht mehr gegeben."

Generell kann der ehemalige Trainer nicht nachvollziehen, wieso sich Vereine gegen den Futsal aussprechen. "Die Jungs kennen Futsal, die meisten haben vor sechs, sieben Jahren damit angefangen. Diese Ausrede lasse ich nicht gelten", betont Wiegand, der hinterher schiebt: "Wenn die Teilnehmerzahl weiter rückläufig sein sollte, werden wir eben keine Halle mehr spielen. Das wäre gerade für die kleinen Vereine sehr schade."

So schicken beispielsweise die B-Ligisten Frischauf Fulda, Aschenberg United und Neuenberg je zwei Teams ins Rennen. Da es eine reine C-Liga-Gruppe gibt sowie eine weitere mit ausschließlich B- und C-Ligisten, werden die Gruppensieger dann auch mit Endrundenplätzen belohnt. Diese findet genauso wie die Frauen- und Alt-Herren-Meisterschaft übernächstes Wochenende ebenfalls in Hofbieber statt, da die Halle in Künzell ziemlich ausgebucht ist. "Das ist der einzige Wermutstropfen, ansonsten passt es zeitlich optimal. Jetzt machen wir die Endrunde mal in der Rhön. Und wenn es eine gute Zuschauerzahl geben sollte, werden wir in den kommenden Jahren vielleicht wieder mal wechseln", so Wiegand.

Die Gruppen:

Gruppe 1 (Samstag ab 11 Uhr in Großenlüder):
Frischauf Fulda II, Fuldaer Kickers, Aschenberg United II, TSV Neuenberg II.
Der Gruppensieger qualifiziert sich für die Endrunde.

Gruppe 2 (Samstag ab 13 Uhr in Großenlüder):
FC Niederkalbach, Frischauf Fulda, Germania Fulda II, Türkischer SV Fulda II.
Der Gruppensieger qualifiziert sich für die Endrunde.

Gruppe 3 (Samstag ab 15.15 Uhr in Großenlüder):
Haimbacher SV, SG Kleinlüder/Hainzell, SG Sickels, SV Hauswurz, TSV Lehnerz III.
Die ersten zwei Teams qualifizieren sich für die Endrunde.

Gruppe 4 (Sonntag ab 11.15 Uhr in Hofbieber):
FV Horas, SG Büchenberg, Spvgg. Neuswarts, TSG Lütter, TSV Pilgerzell.
Die ersten zwei Teams qualifizieren sich für die Endrunde.

Gruppe 5 (Sonntag ab 13.35 Uhr in Hofbieber):
SG Edelzell/Engelhelms, Aschenberg United, TSG Lütter II, TSV Bachrain, Türkischer SV Fulda.
Die ersten zwei Teams qualifizieren sich für die Endrunde.

Gruppe 6 (Sonntag ab 16 Uhr in Hofbieber):
Germania Fulda, SG Hattenhof, SV Hofbieber, TSV Neuenberg, TSV Künzell.
Die ersten zwei Teams qualifizieren sich für die Endrunde.

Autor: Steffen Kollmann

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