10.01.2018

Niklas Heiliger will das "Sprungbrett" nutzen

26-jähriger "Gewinnertyp" über seine Trainerstelle in Wittgenborn

Niklas Heiliger tritt seine erste Trainerstation an. Foto: Ralph Kraus

Niklas Heiliger (26), Ex-Spieler des SV Neuhof, tritt ab sofort beim Gelnhäusener Kreisoberligisten Wittgenborn seine erste Station als Spielertrainer an. Der aus der Steinau an der Straße stammende Mittelfeldspieler war zuletzt für Ligakonkurrent Ayyildizspor Wächtersbach aktiv.

Wie kam es zu dem Engagement?

Nicht erst seit meinem Wechsel zu Ayyildizspor Wächtersbach ist der Kontakt in den Raum Gelnhausen zuletzt immer intensiver geworden. Wie es im Leben so ist, lernst du Leute kennen, die dir Türen öffnen. Aufgrund meiner Erfahrung als ehemaliger Verbandsligaspieler, habe ich dort einen guten Ruf und der Verein ist auf mich aufmerksam geworden. Schon in den ersten Gesprächen habe ich gemerkt, dass Wittgenborn für mich ein Sprungbrett und eine Riesenchance ist. Diese Möglichkeit musste ich einfach ergreifen, zumal spontane Dinge in meinem Leben erfahrungsgemäß die besten Erfahrungen waren (schmunzelt).

Hast du schon länger mit dem Gedanken gespielt ins Trainergeschäft einzusteigen?

Ja, tatsächlich. Schon seit meiner Zeit in Neuhof beschäftige ich mich intensiv mit Taktik, habe mir zahlreiche Trainingsvideos vom FC Bayern oder Barcelona angeschaut. Jetzt möchte ich als nächstes meinen Trainerschein absolvieren.

Mit 26 Jahren bist du noch ein sehr junger Trainer: Wie dürfen wir uns den Trainer Niklas Heiliger vorstellen?

Ich glaube schon, dass ich ein Gewinnertyp bin. Ich hasse es zu verlieren und gebe immer einhundert Prozent. Dazu bin ich als Mensch gereift und habe in Wächtersbach zuletzt eine Führungsrolle eingenommen. Es wird wichtig sein, dass ich auf dem Feld als zentraler Mittelfeldspieler vorangehe und die Spieler mit in einen positiven Bann ziehe. Das wird entscheidend sein, wenn wir die Liga halten wollen.

Du sprichst das Ziel Klassenerhalt an. Wie schätzt du die derzeitige Situation ein? Wittgenborn ist Tabellenletzter, hat auf das rettende Ufer sieben Punkte Rückstand, allerdings noch sechs Spiele in der Hinterhand.

Es ist eine ambitionierte Aufgabe, keine Frage. Die Mannschaft muss vor allem fit werden und sich taktisch weiterentwickeln. Ich habe das Team in dieser Saison bereits gesehen und möchte vor allem an der Grundordnung sowie dem Verschieben arbeiten. Diese Elemente sind für mich ganz wichtig, wenn wir die Liga halten wollen. Darüber hinaus sind wir noch auf der Suche nach dem einen oder anderen Neuzugang, auch wenn das im Winter immer schwierig ist. Doch selbst wenn wir den Abstieg nicht verhindern könnten, wäre es für mich kein Weltuntergang. Ich habe für eineinhalb Jahre ligenunabhängig zugesagt.

Wie schwer fiel dir der Abschied von Ayyildizspor?

Die Jungs sind zu meinen Freunden geworden, daher bin ich dem Verein sehr dankbar, dass er mir keine Steine in den Weg gelegt hat. Natürlich fiel mir der Abgang nicht leicht, trotzdem musste ich diese Chance in Wittgenborn jetzt einfach wahrnehmen.

Autor: Max Lesser

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