10.01.2018

Hessen Kassel in der Hessenliga? "Dann steigen wir wieder auf"

Beim nordhessischen Traditionsverein soll es weitergehen

Während Kassels Sergej Evljuskin (links) und der Lehnerzer Marcel Trägler sich im vergangenen Sommer noch in einem Testspiel gegenüber standen, könnte die Begegnung im kommenden Sommer in der Hessenliga ausgetragen werden. Foto: Charlie Rolff

Mit der Hypothek von minus neun Punkten ist der KSV Hessen Kassel in die neue Spielzeit der Regionalliga Südwest gestartet - und daran hat der Traditionsverein noch immer zu knabbern. Die Nordhessen, die mittlerweile seit 14 Spielen auf einen Sieg warten, sind mit zehn Punkten aus 20 Spielen das Schlusslicht der vierten Liga. Der Abstieg des insolventen Clubs rückt immer näher.

"Am Anfang habe ich gedacht, wir hätten kein sportliches Problem, sondern ein wirtschaftliches. Jetzt bin ich der Meinung, wir haben ein sportliches", gibt Vorstandsmitglied Jens Rose im Gespräch mit der hna.de zu. Die Kasseler starteten eigentlich vielversprechend in die neue Runde, holten ganz starke 16 Punkte aus den ersten sieben Begegnungen und spielten trotz der finanziellen Schieflage befreit auf. Was damals niemand ahnte: Der 3:0-Erfolg am 2. September im Hessenderby gegen den TSV Steinbach sollte vorerst der letzte sein, seit nun mehr 14 Spielen warten die Löwen auf einen Sieg und müssen sich nun immer konkreter mit einem Abstieg in das hessische Oberhaus beschäftigen.

„Es kann sein, dass man nicht immer alle Ziele erreicht", weiß Rose. "Aber dann muss man sehen, dass wir uns so aufstellen, dass wir im nächsten Jahr die Chance haben, vorn mitzuspielen, wieder aufzusteigen. Wenn wir neue Leute dazu holen, dann müssen wir die Verträge so machen, dass klar ist: Wenn wir runtergehen, dann bleiben die dabei. Und wir bringen es dann gemeinsam wieder hoch.“ Denn auch bei einem Abstieg in die fünfte Liga soll es bei Kassel weitergehen.

Immerhin: Es gibt beim Regionalligisten auch positive Nachrichten. Gut ein halbes Jahr nach dem Insolvenzantrag soll dieser wieder aufgehoben werden. "Die Insolvenzverwalterin Jutta Rüdlin hat einen sehr guten Job gemacht. Und jetzt fehlt nur noch der krönende Abschluss, der Abschluss der Planinsolvenz. Mit der Hoffnung verbunden, dass der Verein hoffentlich Ende Januar schuldenfrei arbeiten kann", hofft Rose im Gespräch mit hna.de. Dann muss nur das sportliche Problem beseitigt werden.

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