05.01.2018

Im ersten Spiel ein Eigentor nach fünf Minuten

B-Liga Schlüchtern: Timo Hasenauer in Niederkalbach ansonsten toll angekommen

Timo Hasenauer ist seit Sommer 2017 als Spielertrainer beim FC Niederkalbach tätig.

Seit Juli 2017 ist Timo Hasenauer Trainer beim Schlüchterner B-Ligisten Union Niederkalbach. Der 36-Jährige kam aus Kerzell und trat in Niederkalbach seine erste Trainerstation im Seniorenbereich an. Zur Winterpause rangiert der neue Coach mit seinem Team auf Rang zwei. Wir sprachen mit Hasenauer über den aktuellen Stand rund um seine Mannschaft.

22 Jahre ist es her, dass der FC Niederkalbach zuletzt Meister wurde. Es wäre also an der Zeit, mal wieder einen Titel einzufahren, oder?

Eine Meisterschaft kann man nicht planen, das wäre utopisch und geht meistens in die Hose. Deshalb weichen wir auch vorerst nicht von unserem Ziel ab, dass wir am Ende unter den ersten fünf in der Tabelle stehen wollen. Klar ist aber auch, dass wir uns nicht dagegen wehren würden, sollte es am Ende tatsächlich klappen.

Die Hinrunde lief gut: 12 von 17 Spielen hat Niederkalbach gewonnen, nur zwei Partien wurden verloren. Was ist bei zwei Punkten Rückstand auf Heubach, aber neun Zählern Vorsprung auf den Dritten Rückers II im Saison-Endspurt drin?

Auch Uttrichshausen habe ich noch voll auf der Rechnung. Entscheidend für uns wird sein, dass wir die Hausaufgaben gegen die vermeintlich leichteren Gegner ordentlich erledigen. Letztlich liegt es nur an uns, wo wir landen in dieser Liga, in der beinahe jeder jeden schlagen kann.

Beschreibe doch mal dein Team und deinen Verein…

Der Verein ist sehr gut organisiert. Wir wollen gemeinsam etwas erreichen, aber alles auf einer soliden Basis, ohne jedes Harakiri. Der Kader ist extrem jung. Selbst wenn ich mit meinen 36 Jahren auf dem Feld stehe liegt das Durchschnittsalter noch bei 23 Jahren. Wichtig für die kommenden Jahre wird sein, dass wir auf dem Teppich und geduldig bleiben. Schließlich sind alle im Team Einheimische oder Jungs, die schon länger in Niederkalbach spielen.

Unverständlich scheint auf den ersten Blick, warum ihr beim 0:0 gegen Bellings/Hohenzell II und beim 3:4 gegen die Schlüchterner Löwen vermeintlich leichte Punkte habt liegen lassen…

Gegen Bellings/Hohenzell II waren wir personell arg gebeutelt und haben die Murmel einfach nicht reingemacht. Das ist ohnehin immer mal unser Problem und genau das, was uns von Heubach und Uttrichshausen unterscheidet. Wir haben eben keinen Spieler, der locker 20, 25 Tore pro Saison macht. Und so lässt du dann Chancen aus und kannst am Ende sogar froh sein, dass Heiko Bott bei zwei Kontern nicht sogar das Siegtor für Bellings gemacht hat.

Du hast es angesprochen: Auffällig ist, dass es keinen echten Top-Torjäger gibt, sondern eine Reihe an Spielern wie Marius Staubach, Jakob Lorenz oder Francesco Vastelli, die acht- oder neunmal getroffen haben. Das sind Zahlen, die für eine gute Breite sprechen…

Absolut: Wir haben eine ganze Reihe an sehr guten Spielern, die auch mal Tore machen können. Das macht uns ein bisschen schwerer ausrechenbar als Heubach mit Tobias Kirst oder Uttrichshausen mit Leuten wie Gabriel Jäckel oder Kevin Lehmann.

Viele Treffer hat das Team in der Schluss-Viertelstunde erzielt. Konditionell scheint die Mannschaft fit zu sein, was eine gute Trainingsbeteiligung vermuten lässt…

Die Trainingsbeteiligung ist überragend. Dass wir im Schnitt 16 Mann im Training haben, ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg. Auch die Reservespieler trainieren regelmäßig.

Niederkalbach ist deine erste Trainerstation. Wie lauten deine ersten Erfahrungen nach einem halben Jahr?

Ich bin ja schon seit zehn Jahren Trainer im Jugendbereich und trainieren auch aktuell zeitgleich noch die C-Junioren der JSG Rippberg. Von daher war es nicht ganz neu für mich, auch wenn das im Seniorenbereich etwas anderes ist. Es macht mächtig Spaß, auch wenn es gar nicht lustig angefangen hat: Gleich in meinem ersten Spiel habe ich nach fünf Minuten ein Eigentor gemacht.

Bleibst du Trainer über die Saison hinaus?

Wir haben vor Weihnachten zusammen gesessen und haben verlängert. Jetzt hoffe ich, dass wir die Mannschaft komplett halten können. Große Veränderungen sind personell nicht geplant, auch wenn wir den ein oder anderen Spieler mit Niederkalbacher Wurzeln ansprechen wollen.

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