02.01.2018

Die nächste Generation steht schon in den Startlöchern

Atzlers Arbeit in Großenlüder trägt Früchte

Frank Atzler (rechts) ist seit Sommer Trainer bei der Teutonia. Foto: Florian Volk

Die Überraschung der Saison kommt aus Großenlüder: Mit 28 Punkten aus 14 Begegungen und somit durchnittlich zwei Zählern pro Partie hat die Teutonia, die vor der Saison als Abstiegskandidat gehandelt wurde, sich still und heimlich zu einem Spitzenteam der Gruppenliga gemausert.

Vater des Erfolges ist Frank Atzler, der im Sommer vom Lüttner Sauerbrunnen in das Lüdertalstadion wechselte und die Nachfolge von Thomas Reith antrat. „Wir sind sehr, sehr zufrieden“, untermauert Atzler, der den Höhenflüg der Großenlüderer auf die Kaderzusammenstellung im Sommer zurückführt. Denn der Teutonia gelang es, den Stamm an Führungsspielern um Sascha Hasenauer, Dominik Hohmann, Christopher Ripka, Antonio Martinez und Fabian Lehmann zu halten und mit Felix Schlitzer, Niklas Wese und Jakob Schneider junge, einheimische Spieler an die erste Elf heranzuführen. Dazu stellte man von Libero auf Viererkette um. Ein Prozess, der Zeit benötige, letztlich aber Früchte trägt.

„Gerade auf die jungen Spieler können wir stolz sein. Wenn sie weiter so hart an sich arbeiten, bin ich mir sicher, dass sie im Verein eines Tages in die Fußstapfen von Hasenauer, Ripka und Co. treten können“, prophezeit Atzler seinen Youngstern eine rosige Zukunft. Denn die große Anzahl an einheimischen Spielern ist eines der Erfolgsgeheimnisse. „Wir haben ein sehr gutes Innenleben in der Mannschaft, weil ein Großteil des Teams sehr eng mit dem Verein verbunden ist und sich mit ihm identifiziert. Gerade die Hierarchie stimmt bei uns. Die alten Spieler tragen die Verantwortung, und die jungen Spieler geben Gas. Genauso muss es sein“, freut sich Atzler, der gerade von tollen Charakteren im Team schwärmt.

Doch trotz der herausragenden Punkteausbeute will Atzler nicht die Bodenhaftung verlieren. „Wir müssen weiter nach unten schauen, du kannst ganz schnell in eine Negativspirale rutschen. Schließlich haben wir noch 16 Partien zu spielen. Kein Team in der Liga hat noch Spiele zu bestreiten. Das kann Vor-, aber auch Nachteil sein“, übt sich Atzler in Zurückhaltung, der aber verdeutlicht, „dass sich bei uns jetzt niemand zurücklehnen wird. Wenn du mal im Konzert der Großen mitmischen kannst, dann musst du alles dafür tun, um möglichst lange dabei zu bleiben. Wofür es dann am Ende des Tages reicht, wird sich zeigen.“ Im Vordergrund stehe nach wie vor die Weiterentwicklung der jungen Spieler sowie der Mannschaft. Doch mit Erfolgen lässt es sich zweifelsohne angenehmer arbeiten.

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