26.10.2017

Ein aufschlussreiches Gespräch mit Vorgänger Brendel

Hessenliga: Lesser erwartet "keine Wunderdinge" bei seinem Comeback

Henry Lesser kehrt am Samstag auf die Trainerbank zurück. Foto: Charlie Rolff

Exakt 15 Monate nach seinem überraschenden Rücktritt beim TSV Lehnerz kehrt Henry Lesser am Samstag (15 Uhr) auf die Trainerbank zurück. Mit seinem neuen, alten Verein führt die erste Auswärtsreise zum FSC Lohfelden.

„Wenn man eine Mannschaft zu Saisonbeginn übernimmt, hat man ein paar Wochen Vorbereitungszeit aufs erste Spiel. Jetzt habe ich drei Trainingseinheiten“, schildert der neue Coach die für ihn ungewohnte Situation. Um die kurze Zeit bestmöglich zu nutzen, hat Lesser mit einigen Spielern, dem Sportlichen Leiter Martin Hohmann und sogar Vorgänger Thomas Brendel gesprochen. „Wir kennen uns schon lange und haben ein gutes Verhältnis. Es war für mich ein sehr aufschlussreiches Gespräch“, betont der 54-Jährige.

Auch Co-Trainer Dennis Leinweber war ein wichtiger Ansprechpartner, der ebenso wie das restliche Trainerteam auch unter Lesser weiterarbeitet: „Wir sind ja nicht bei Bayern München, wo das komplette Trainerteam rausgeworfen wird, wenn der Trainer fliegt“, sagt der neue Übungsleiter, der einzelne Ergänzungen im Winter aber nicht ausschließen möchte: Im Athletikbereich und in der Videoanalyse könnte das Trainerteam noch erweitert werden.

„Jetzt geht es bis Donnerstagabend aber erst einmal darum, das passende System und die taktische Formation zu erstellen. Die Jungs sollen sehen, was ich vorhabe“, erläutert Lesser, der in seinem ersten Spiel zurück auf der Trainerbank beim FSC Lohfelden, als Tabellensiebter aktuell zwei Ränge vor der Borussia, antritt: „Das ist mittlerweile eine richtig gute Mannschaft geworden, sie haben ja auch erst einmal daheim verloren. Wir dürfen hier jetzt keine Wunderdinge erwarten, auch wenn wir natürlich gewinnen wollen.“

Vor knapp drei Jahren hat Lesser, damals noch als Trainer des TSV Lehnerz, mal mit 6:0 in Lohfelden gewonnen. Doppeltorschützen waren damals die heutigen Borussen Leon Pomnitz und Dominik Rummel. Rummel ist als einer der Langzeitverletzten natürlich noch keine Option. Denis Mangafic und Patrise Gjocaj waren unter der Woche krank und drohen auszufallen, auch bei Tobias Wolf (Schleimbeutelentzündung) und Younes Bahssou (langwierige muskuläre Probleme) wird es eng. Daniel Kornagel fällt mit einer Schambeinentzündung definitiv aus. „Die Situation ist nicht ganz einfach. Die Jungs, die trainieren konnten, haben aber einen guten Eindruck hinterlassen“, so Lesser.

Autor: Steffen Kollmann

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