24.10.2017

Herbstmeisterschaft kann sich im Gipfeltreffen entscheiden

A-Liga Schlüchtern: Niederzell freut sich auf Gundhelm/Hutten

Die Erfolgsgeschichte des SV Niederzell könnte am Sonntag einen weiteren Höhepunkt erreichen: Ausgerechnet im Spitzenspiel gegen Verfolger SG Gundhelm/Hutten (15 Uhr) kann der Aufsteiger die Herbstmeisterschaft in der A-Liga Schlüchtern perfekt machen.

Niederzells Trainer Maik Weidlein freut sich gleich aus mehreren Gründen auf die Bewegung. „Deswegen spielt man Fußball“, sagt er zum einen angesichts der Tabellenkonstellation (Niederzell geht mit vier Punkten Vorsprung in die Partie gegen die offensivstärkste Mannschaft der Liga). Zum anderen wohnt Weidlein inzwischen aber schon mehrere Jahre in Hutten und weiß: „Da wird auch jede Menge Prestige dabei sein.“ Gleiches gilt für Philipp Depta, der ebenso auf die Jungs aus seinem Wohnort treffen wird.

Auch nach 14 Spieltagen führt der SV Niederzell die Tabelle der A-Liga Schlüchtern an. Nur gegen den Tabellenvierten SG Marborn hat der Aufsteiger einen minimalen Fleck auf seiner weißen Weste erhalten (1:1). „Es ist einfach alles gut gelaufen. Nur gegen Altengronau/Jossa war der Sieg glücklich. Ansonsten waren die Leistungen zwar nicht immer überzeugend, aber die Erfolge dann doch verdient“, sagt Weidlein, der selbst überrascht ist, wie konstant seine Mannschaft auch in der A-Liga auftritt: „Denn man muss es ja auch so sehen: Außer Daniel Keim und mir in meinen jungen Jahren hat bei uns ja keiner jemals in der A-Liga-Spitzengruppe oder höher gespielt. Das ist schon eine großartige Leistung, dass wir so gut dastehen.“

Dementsprechend habe sich sein Team das absolute Topspiel, in dem der SVN mit einem Sieg die Herbstmeisterschaft feiern kann, auch mehr als verdient. „Das wird ein super Spiel, darauf freuen wir uns. Wir werden als Mannschaft gefragt sein, können aber auch ganz ohne Druck in dieses Spiel gehen. Das sieht bei Gundhelm/Hutten vielleicht anders aus, denn bei einer Niederlage hätten sie sieben Punkte Rückstand auf uns“, verdeutlicht der Spielertrainer, der Gundhelm/Hutten bestens kennt, sich aber nicht zu sehr auf den Gegner konzentrieren möchte: „Mit Benedikt Kreß haben sie jetzt natürlich einen klasse Fußballer dabei, aber trotzdem gehen wir das Spiel an wie jedes andere auch.“

Das Saisonziel der Niederzeller hat sich derweil trotz der grandiosen Hinrunde kaum geändert: „Ziel war ja von Anfang an ein Platz im vorderen Mittelfeld. Jetzt denke ich, dass ein Platz unter den besten fünf machbar sein sollte“, sagt Weidlein mit dennoch warnendem Blick, denn personell konnte der SVN zuletzt nicht immer aus dem Vollen schöpfen. Unter anderem droht Jonas Förster aufgrund von Kniebeschwerden weiter auszufallen.

„Es wird Zeit, dass Winterpause ist“, sagt Weidlein deshalb. Vier Partien hat seine Mannschaft vor der wohlverdienten Auszeit noch vor sich. Nun gilt der Fokus aber ganz dem Topspiel, das „für die Zuschauer sicherlich interessant wird“, verspricht der Coach.

Autor: Viktoria Goldbach

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