22.10.2017

"Riesenlob“ vom Coach trotz erneuten Rückschlags

Verbandsliga: Bad Soden unterliegt CSC Kassel

Soden-Coach Anton Römmich war trotz der Niederlage zufrieden.

Nach der Trainerentlassung und dem grandiosen 4:1-Auswärtssieg beim FSV Dörnberg hatte die SG Bad Soden in der Verbandsliga Nord gegen den CSC Kassel eine harte Nuss zu knacken. Die Mannen um Coach Anton Römmich lieferten eine gute Leistung, unterlagen aber mit 2:4 (1:3).

120 Zuschauer sahen bei Dauerregen sechs Tore, viele rassige Zweikämpfe, aber kein Happy-End für die Gastgeber. Am Ende standen die Spieler der SG Bad Soden auf dem Platz und schauten sich an. Sie hatten gegen den CSC Kassel eine aufopferungsvolle Partie geliefert, auf der Habenseite standen aber null Punkte. Die Nordhessen waren einfach die glücklichere Elf.

„Wir sind natürlich enttäuscht. Aber ich muss der Mannschaft ein Riesenlob aussprechen. Gerade aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir einen Punkt verdient. Schade, dass wir die ersten 20 Minuten verschlafen haben. Da kamen wir einfach nicht ins Spiel und waren hinten nicht gut strukturiert. Nach der Pause waren wir die klar bessere Mannschaft. Allerdings fehlte das Glück“, meinte Römmich.

Bereits nach zehn Minuten hatten die Kasseler zwei dicke Chancen. Den 55-Meter-Fernschuss von Thomas Müller lenkte Sodens Keeper Garcia Gonzalez gerade so über die Latte. Noch in der zehnten Minute fiel dann das 0:1. Christoph Reuter traf den Ball nicht richtig und produzierte eine Bogenlampe – die tatsächlich ins Netz fiel (10.).
Bad Soden zeigte sich aber nicht geschockt. Nach einem Demuth-Traumpass auf Daniele Fiorentino markierte dieser das 1:1 (16.). Auf schwer bespielbarem Platz bei Dauerregen glückte den Nordhessen jedoch rasch die erneute Führung durch Christian Käthner (23.). Insbesondere in dieser Phase der Partie präsentierte sich der CSC als technisch versierte und cleverere Mannschaft. Müller nutze 120 Sekunden vor der Pause einen Abspielfehler von Sodens Torwart Garcia Gonzalez eiskalt zum 3:1-Halbzeitstand aus.

"Richten Blick nach vorne"

„Wir haben es in der Kabine angesprochen, dass hier noch alles möglich ist. Wir sind auch zurückgekommen. Nur das Glück hat uns gefehlt“, meinte SG-Coach Römmich. Was die Hausherren in den zweiten 45 Minuten zeigten, verdiente in puncto Kampf und Leidenschaft die Note sehr gut. Kein Ball wurde verlorengegeben. Und dieser Fleiß wurde belohnt. Zwar hätte Kassel durch Müller fast das 4:1 erzielt (69.), aber nur vier Minuten später markierte der erst in der 65. Minute eingewechselte Lars Jordan mit einem strammen Schuss aus halbrechter Position den 2:3-Anschlusstreffer (73.).

Römmich forderte anschließend, hohe Bälle in den Strafraum zu spielen. Und fast wäre Bad Soden auch das 3:3 geglückt: In der 87. Minute sprang der Kopfball von Lukas Ehlert vom Innenpfosten zurück ins Feld. Als die Gastgeber jetzt alles nach vorne warfen, machte der Kasseler Sven Pape in der Nachspielzeit das 4:2 für die Gäste. „Wir richten den Blick nach vorne und wollen nächste Woche in Johannesberg wieder Gas geben und was holen“, erklärte Römmich anschließend.

Die Statistik:

SG Bad Soden: González García; Demuth, T. Paulowitsch, Di Maria, Lairich (76. Scheller), K. Paulowitsch, Ehlert, Fiorentino, Neiter, Krapf, Burgstaller (65. Jordan), Krapf.
CSC Kassel: Bartuli; Azizi (71. Pape), Murawski, Frerking, Reuter, Maresca, Mueller, Simoneit, Metzner (74. Jablonski), Käthner (60. Steinhauer), Iksal.
Schiedsrichter: Christopher Reimund (Zwingenberg). Zuschauer: 120. Tore: 0:1 Christoph Reuter (10.), 1:1 Daniele Fiorentino (16.), 1:2 Christian Käthner (23.), 1:3 Thomas Müller (43.), 2:3 Lars Jordan (73.), 2:4 Sven Pape (90.+2).

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